| Europäischer Einfluss & Bevölkerungsschwund In dieser Zeit mehrten sich auch die Kontakte mit europäischen und amerikanischen Seefahrern. Speziell die Walfänger entdeckten die Gewässer Tokelaus für sich. Mitte des 19. Jahrhunderts geriet Tokelau ebenso in den Fokus der Missionare. Noch heute spiegelt die Verteilung der Konfessionen (siehe Religion) die Ankunft der katholischen bzw. protestantischen Missionare von damals wieder. Die Jahre nach 1850 standen für die Tokelauer unter keinem guten Stern. Ein französischer Missionar siedelte 500 Tokelauer nach Wallis (frz. Kolonie) um, da er Angst hatte, die Tokelauer würden in Ihrer Heimat verhungern. Kurze Zeit später überfielen peruanische Sklavenhändler die Atolle und nahmen 250 Menschen mit sich. Die Bevölkerung Tokelaus wurde dadurch auf lediglich 200 Personen dezimiert. Um den verbleibenden Tokelauern eine sichere Zukunft zu ermöglichen, verhandelte man mit Großbritannien über eine Annexion der Atolle. 1889 wurde Tokelau, damals auch ‘Union Islands’ genannt, in die britische Kolonie der Gilbert & Ellice Islands eingegliedert. Auswanderungswellen... Die nun folgenden Jahre waren von (freiwilliger) Auswanderung geprägt. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts verließen zahlreiche Tokelauer ihre Atolle, um in den Phosphatminen auf Banaba (eine Insel, die heute zur Republik Kiribati gehört) zu arbeiten. Als 1925 die Verwaltung Tokelaus von Großbritannien auf Neuseeland überging, verlagerte sich der Strom der Auswanderer nach (West-)Samoa, was zur damaligen Zeit ebenfalls zu Neuseeland gehörte. Nachdem Samoa aber 1962 die Unabhängigkeit erlangte, zog es die Tokelauer nun ins Mutterland Neuseeland. Daran hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert, weswegen sich die Bevölkerung der Atolle stetig verringert (siehe Bevölkerung). Hinweis: Dieser Artikel ist noch nicht fertig. Eine ausführliche Version ist in Arbeit! |